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Unfallchirurgie hilft bei Schulterproblemen mit schonenden, höchst effektiven OP-Methoden

Schmerzhafte und langwierige Schulterprobleme können durch Minderung der Bewegungsfähigkeit die Lebensqualität erheblich einschränken. Nach gründlicher medizinischer Abklärung ist bei Schmerzen oder Verletzungen im Schulterbereich deshalb häufig die Operation die einzig dauerhaft effektive Maßnahme. Die Abteilung für Unfallchirurgie am Landes-Krankenhaus Kirchdorf, mit dem erfahrenen Schulterchirurgen OA Dr. Jürgen Kleinrath im Team, hat sich auf moderne, schonende, minimal-invasive, insbesondere arthroskopische Eingriffe spezialisiert und erzielt damit optimale Ergebnisse.

Noch vor wenigen Jahren waren schulterchirurgische Eingriffe – die heute immer häufiger auch bei jüngeren PatientInnen durchgeführt werden – aufwändig und zogen eine sehr lange Nachbehandlung und Rehabilitation, häufig mit bleibenden Einschränkungen, nach sich. „Mit den neuen, modernen minimal-invasiven OP-Techniken dagegen können wir die Operationstraumata an der Schulter deutlich verringern“, erklärt Dr. Kleinrath, der die Unfallchirurgie im LKH Kirchdorf seit einem halben Jahr verstärkt. „Außerdem ist durch neue, stabilere Operationsimplantate eine wesentlich bessere Versorgung von Knochenbrüchen im Schulterbereich gewährleistet“, beschreibt der Experte für arthroskopische Eingriffe.

Die arthroskopische Methode zeichnet sich durch wenige kleine Schnitte mit speziellen Instrumenten aus, operiert wird an hochauflösenden Bildschirmen. Am häufigsten werden arthroskopische Eingriffe bei einer sogenannten Schulterinstabilität angewendet. Bei dieser Verrenkung (Luxation) des Schultergelenkes kommt es vor allem bei jüngeren Menschen und auch SportlerInnen durch Wiederholung zu einer chronischen Instabilität. Dieses Risiko kann durch die spezielle chirurgische Technik bei einem frühzeitigen Eingriff deutlich gesenkt werden.

„Verletzungen der Rotatorenmanschette führen wir nur beispielsweise nur noch arthroskopisch durch“, sagt OA Dr. Kleinrath und betont die Vorteile, die sich für PatientInnen aller Altersklassen ergeben. „Das Gewebe wird durch die zwei bis drei kleinen Schnitte kaum geschädigt und es entstehen nur kleine, kaum sichtbare Narben, die Betroffenen haben postoperativ weniger Schmerzen und auch das Infektionsrisiko ist minimal.“ Zudem verkürzt
sich der Spitalsaufenthalt auf rund drei Tage, wenn der Eingriff optimal verläuft und die PatientInnen können früher mit der Rehabilitation beginnen.

Auch bei knöchernen Verletzungen im Bereich des Schultergürtels kommen verstärkt minimal-invasive Operationen zum Einsatz. Hierbei können durch die sogenannte Schlüssellochchirurgie Implantate wie Platten, Marknägel oder Bohrdrähte punktgenau unter die Haut eingebracht werden.