Mehr Sicherheit bei Kropfoperationen im LKH Kirchdorf
Der Kropf, in der Fachsprache auch Struma genannt, stellt eine Vergrößerung der Schilddrüse dar, die einer chirurgischen Behandlung bedarf. Die Operation birgt jedoch verschiedene Risiken, deren gravierendste die Verletzung der Stimmbandnerven ist. Noch heute liegt die Häufigkeit der Verletzung bei fünf bis acht Prozent. Mit der neuen Methode des „Neuromonitoring“ reduzieren die Chirurgen im Landes-Krankenhaus Kirchdorf dieses Risiko.
Seit April 2004 wird im Landes-Krankenhaus Kirchdorf bei jeder Kropfoperation (Strumaoperation) die neue Methode des Neuromonitoring angewandt. Dabei suchen die Chirurgen bei der Operation den Nerv auf und reizen ihn mit Elektroden. Die Antwort auf diese Reizungen sind Muskelbewegungen, die in akustische Signale umgewandelt werden und dadurch dem Operateur die genaue Lage und die Unversehrtheit des Nerves bestätigen. Der Nerv wird während der Operation ganz genau kontrolliert. Somit sinkt die Gefahr, Nerven zu verletzen oder gar zu durchtrennen, auf ein Minimum“. Die geführten Statistiken weisen eine deutliche Qualitätsverbesserung aufgrund dieser neuen Methode nach.

„Uns ist wichtig, dass wir unseren PatientInnen durch diese neue Methode die Angst vor Heiserkeit oder Stimmverlust nach einer Kropfoperation nehmen können."
Prim. Dr. Gertraut Grenzfurtner, Leiterin der Chirurgischen Abteilung