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Krebsvorsorge durch Mammographie unbedingt empfohlen

Jährlich erkranken cirka 4500 Österreicherinnen am so genannten „Mammakarzinom“ – sprich Brustkrebs. Etwa 1700 Frauen müssen daran sterben – Tendenz steigend. Die einzige Chance, diese hohe Sterblichkeitsrate zu senken, besteht in entsprechenden Vorsorgeuntersuchungen.
Brustkrebs ist eine Erkrankung, die durch entsprechende Früherkennung durchaus Heilungschancen hat.

Routinemäßige Kontrolluntersuchungen sind daher unbedingt zu empfehlen:

  • Kontrolluntersuchungen mit einer Mammographie sind ab dem 40. Lebensjahr in einjährigen und ab dem 70. Lebensjahr in zweijährigen Abständen sinnvoll. 
  • Die Selbstuntersuchung alle vier Wochen ist eine wichtige Methode, um auch in dem Intervall zwischen Mammographien schnell wachsende Tumore früher erkennen zu können.

Als Vorsorgeuntersuchung kommt vor allem die Mammographie, selbstverständlich ergänzt durch eine ärztliche Tastuntersuchung in Frage.Die Mammographie ist eine Röntgenmethode, mit der Brustkrebs bereits in frühesten Stadien erkannt werden kann, lange bevor Veränderungen tastbar sind.
Die Ultraschalldiagnostik ist die wichtigste Ergänzung zur Mammographie, kann diese als Vorsorgeuntersuchung aber nicht gänzlich ersetzen. Ergeben sich unklare Ergebnisse bei Mammographieund Ultraschall stehen darüber hinaus weitere, ausführlichere Verfahren zur Verfügung.

Obwohl die rechtzeitige Durchführung von Vorsorgeuntersuchungen die Senkung der Sterblichkeit um fast ein Drittel ermöglicht, bestehen immer noch Ängste, welche allerdings unberechtigt sind. Die für ein gutes Mammogramm erforderliche Strahlendosis ist durch die technische Entwicklung der letzten zehn Jahre konstant zurückgegangen. Sie beträgt heute nur noch etwa den zehnten Teil der Dosis, die man vor zehn Jahren benötigte. Speziell geschultes röntgentechnisches Personal führt die Untersuchungen nach einem genauen Protokoll durch. Ergänzend erfolgt obligatorisch die klinische ärztliche Kontrolle durch einen Tastbefund und bei Notwendigkeit durch hochauflösenden Ultraschall.
Ein Vorteil dieser Voruntersuchung ist neben der Früherkennung auch die Tatsache, dass durch die Mammographie bösartige Tumoren so früh erkannt werden können, dass die Brust bei einer Operation sehr oft erhalten werden kann. Dieser Aspekt sollte auch letzte Zweifel und Ängste aus dem Weg räumen. Schließlich kann die Erhaltung der Brust für die Brustkrebspatientin auch dabei helfen, das psychische Leid zu verringern.

OA Dr. Heinz Domes OA Dr. Heinz Domes, Facharzt für Radiologie am LKH Kirchdorf